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Wettbewerb anlässlich der Verleihung der

Ehrenfahne des Europarates
organisiert vom Partnerschaftskomitee von Le Vésinet

Anlässlich des Margaritenfestes, am 15. Juni 2013 hat die Stadt Le Vésinet in Anwesenheit zahlreicher Delegationen aus den Partnerstädten oder Städten, mit denen eine Freundschaft besteht, das 35 jährige Jubiläum seiner Partnerschaft mit Unterhaching (Deutschland) ebenso wie das 25 jährige Jubiläum seines Freundschaftsabkommens mit Hunters’ Hill (Australien) gefeiert. Um die jungen Bürger von Le Vésinet in diese Zeremonie einzubeziehen, hatte das Partnerschafts-Komitee beschlossen, einen Wettbewerb zum Thema: „die europäischen Idee“ zu organisieren, an dem sich die Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe beteiligten. Interessierte Schüler wurden eingeladen, einen kleinen persönlichen Text zu schreiben von maximal etwa 20 Zeilen, in dem sie darstellten, was die besondere Bedeutung der europäischen Idee für sie ausmacht und wie sie persönlich die Einheit Europas erleben. Von einer Jury wurden die drei besten Texte ausgelost, der erste Preis ist nachfolgend abgedruckt.


 

 

Original-Text von Camille Klopocki, Le Vésinet

 

26. Mai 2013

 

Chère Grande Mamie, ma bien chère arrière-arrière-grand-mère,

 

 

Tu n’as malheureusement pas connu l’Europe telle qu’elle est aujourd’hui, et si tu savais tous les avantages dont on bénéficie en tant qu’européen !

J’ai déjà l’esprit reposé de me dire que les risques qu’une guerre éclate autour de moi ou même opposant mon pays à un autre frontalier sont très faibles. Cette union apporte donc avant tout la paix.

De plus, j’ai l’impression d’être responsable : il est dans mon devoir d’aider les autres pays qui en auraient besoin. Mais je me sens surtout soutenue par mon appartenance à la communauté. Nous avons un esprit moins égocentrique, focalisé sur notre propre pays. Je ne connais pas tous nos voisins européens ce qui n’empêche pas le fait que je me sens liée à eux : nous faisons partie d’un même groupe rapprochant nos cultures.

On apprend à se rendre utile et à faire profiter les autres de nos talents, nos valeurs. Nous ne sommes plus citoyens de France mais « citoyens d’Europe » ! L’Europe compte sur nous.

Il y a aussi un partage de l’éducation comme le programme ERASMUS que je rejoindrai peut-être durant mes études.

Tu n’en reviendrais pas : les déplacements dans l’Europe sont libres !!! Il m’est très facile même en tant que mineure de voyager seule en Angleterre par exemple. Et puis, il est sympa de ne pas attendre des heures pour passer la douane à l’aéroport !

En Grèce, en Chypre, au Danemark, en Estonie, en Croatie, en Allemagne, en Irlande, en Espagne,… nous avons tous une monnaie commune nous rappelant que notre économie est liée. Dis-toi qu’il m’est aisé de comparer les prix pour choisir des souvenirs par exemple ; il n’y a pas besoin d’avoir fait des études supérieures de maths !

Pour moi, c’est un peu comme s’il y avait de grandes frontières tout autour de l’Europe et qu’à l’intérieur, c’est une même communauté avec différentes langues, des traditions variées mais aussi et surtout une volonté forte de vivre ensemble.

L’Europe est très active, elle grandit de plus en plus. Malheureusement, elle connaît aussi des crises, des tensions entre les pays l’affaiblissant. Mais je tiens à cette union, et j’espère de tout cœur qu’elle ne cessera d’exister, de se développer et de faire profiter des gens responsables. Merci de vous être battus toi et ta génération pour nous offrir à nous, vos descendants, ce précieux cadeau.

Très chaleureusement,

Camille, ta petite-petite-fille fière d’appartenir à l’Europe 

 

 

Camille KLOPOCKI, élève de 4e 1 au Collège du Cèdre du Vésinet

 

Übersetzung des Textes von Camille Klopocki, Le Vésinet

26. Mai 2013

 

Liebe Großmutti, meine liebe Ur-Ur-Großmutter,

Du hast leider Europa nicht gekannt wie es heute ist, und wenn Du wüsstest, welche Vorteile man als Europäer hat!

Ich kann ganz entspannt sagen, dass die Risiken, dass ein Krieg um mich herum oder gegen mein Land ausbricht, sehr gering sind. Diese Union bringt uns vor allem den Frieden.

Darüber hinaus habe ich den Eindruck, dass auch ich verantwortlich bin: es ist meine Pflicht, den anderen Ländern zu helfen, wenn es nötig ist. Aber vor allem fühle ich mich gestärkt durch meine Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft. Wir sind weniger egoistisch, unser Blick ist nicht mehr so sehr nur auf unser eigenes Land gerichtet. Ich kenne die anderen europäischen Nachbarn nicht alle, aber das hindert mich nicht, mich ihnen verbunden zu fühlen: Wir sind Teil derselben Gruppe, und unsere Kulturen kommen einander näher.

Man lernt, sich nützlich zu machen und die anderen von den eigenen Fähigkeiten und Werten profitieren zu lassen. Wir sind nicht mehr nur Bürger Frankreichs, sondern „Bürger Europas“! Europa zählt auf uns.

Es gibt auch die Möglichkeit, an dem Bildungsprogramm ERASMUS teilzunehmen, was für mich vielleicht während meines Studiums möglich ist.

 

 

Darauf würdest Du nicht kommen: In Europa gibt es Reisefreiheit!!! Es ist sogar für Minderjährige einfach, z. B. allein durch England zu reisen. Außerdem ist es doch prima, dass man am Flughafen nicht mehr stundenlang am Zoll warten muss.

In Griechenland, in Zypern, in Dänemark, in Estland, in Kroatien, in Deutschland, in Irland, in Spanien, . . . .überall haben wir die gleiche gemeinsame Währung, die uns immer daran erinnert, dass unser Volkswirtschaften mit einander verbunden sind. Sag ’mal, wie einfach macht es das eigentlich für mich, Preise zu vergleichen, z.B. um Souvenirs auszusuchen. Da muss man nicht erst höhere Mathematik studieren!

Für mich es das ungefähr so, als gäbe es sehr große Grenzen um Europa herum und im Inneren eine Gemeinschaft mit verschiedenen Sprachen, unterschiedlichen Traditionen, aber auch und vor allem mit dem starken Willen, gemeinsam zu leben.

Europa ist sehr aktiv, es wächst und wächst. Leider gibt es auch Krisen und Spannungen mit den Ländern, die etwas schwächer dastehen. Aber ich halte zu dieser Union, und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie nicht aufhört zu existieren, sich zu entwickeln und dass sie die Verantwortlichen profitieren lässt. Danke, dass Du und Deine Generation gekämpft haben, um uns, Euren Nachkommen, dieses wertvolle Geschenk machen zu können.

Ganz herzlich,

Camille, Deine Ur-Ur-Enkelin, die stolz darauf ist, zu Europa zu gehören

Camille KLOPOCKI, Schülerin der 4ten 1 am College Cèdre du Vésinet